A Divine Comedy (R: Florentina Holzinger)

Foto: Nicolas Wefers

von Florentina Holzinger

Eine Auftragsarbeit der Ruhrtriennale
Produziert von Something Great, Spirit, Ruhrtriennale und Staatstheater Kassel
In Koproduktion mit Tanzquartier Wien, deSingel Antwerpen, Theater Freiburg, Julidans Amsterdam und Volksbühne Berlin

Premiere am 19.8.2021 bei der Ruhrtriennale in der Kraftzentrale Duisburg
Kasseler Premiere am 29.10.2021 im Schauspielhaus

Für ihre eigene Version von Dantes A Divine Comedy verortet Holzinger Paradies und Hölle gemeinsam im Hier und Jetzt – und hebt die tief in unserer Kultur verankerte Unterscheidung auf. Dafür bringt sie eine rein weibliche Besetzung von Performer:innen aller Altersgruppen sowie verschiedener körperlicher, musikalischer und sportlicher Disziplinen zusammen für eine Erkundung der menschlichen Auseinandersetzung mit Leben und Tod. In Settings aus Übung und Training erforschen die Performerinnen unter der Anleitung von drei Tanzlehrerinnen den „Tanz des Todes“. Ihr Körper wird zum Schauplatz metaphysischer wie anatomischer Erkundungen, um Fragen rund um Alter, Tod und Transzendenz zu untersuchen. A Divine Comedy entwirft dabei die Lebensreise einer Tänzerin als Vorbereitung auf die eigene Endlichkeit: Um eine Vision dessen zu entwickeln, was die Menschheit trotz ihrer Unzulänglichkeiten sein könnte.

Die für ihre innovativen wie provokativen Tanzperformances bekannte Florentina Holzinger entwickelt eine raumgreifende, die Sinne fordernde, rauschhafte Theaterperformance. Im Zentrum ihrer Arbeiten steht die (Über-)Forderung des eigenen Körpers – dafür überschreitet sie bewusst die Grenzen zu Stunt, Wrestling, Akrobatik und Martial Arts. Ihre Produktion Tanz war 2020 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, ab Sommer 2021 ist Holzinger Teil des Teams der Volksbühne Berlin.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Kulturabteilung der Stadt Wien, Abteilung Kunst und Kultur des Bundeskanzleramtes Österreich und die Rudolf Augstein Stiftung. Unterstützt von der documenta und Museum Fridericianum gGmbH und Montévidéo (Marseille).

Regie, Choreografie, Performance: Florentina Holzinger
Musik: Maja Osojnik
Szenografie: Nikola Knežević
Dramaturgie: Renée Copraij, Sara Ostertag, Dirk Baumann
Video Design: Noam Gorbat