Lebenswerk. Über das Mutterwerden

von Rachel Cusk

Regie: Ruth Mensah

aus dem Englischen von Eva Bonné
Bühnenfassung von Ruth Mensah und Anita Buchart

Deutsch, English

Plakat des Theaterstücks "Lebenswerk"

Mutterbaby, so bezeichnet Cusk das hybride Wesen, das sich erst im Laufe des ersten Lebensjahres teilt. Vom Schlafmangel geprägt, seziert Cusk alle Abgründe und Umwege.  2001 war sie damit eine der ersten, die eine Form gefunden hat, über das Mutterwerden zu schreiben. Zwischen Ratschlägen und Ratgebern bleibt ihr oft nur der Versuch, dem eigenen Ich treu zu bleiben; das immanente Scheitern inbegriffen.

Ruth Mensah inszeniert aus dieser Zeit und der Erfahrung des “Mutterbabys” heraus; gerade rechtzeitig, so Cusks These, bevor das Wissen darüber in ein Nicht-Erinnern übergeht. Mensah lässt existenzielle Angst und die Banalität des Alltags und seiner Gegenstände aufeinandertreffen — und spiegelt damit die Widersprüchlichkeiten, die der Beginn des Lebens in sich trägt. Ein poetisch-sinnlicher Versuch über das Expandieren, Verlieren und Zurückgewinnen des Mutterkörpers.

Das neue TEATA in der Gumpendorfer ist zu Gast im Theater Nestroyhof Hamakom.